Francisco Tárregas „Estudio Brillante“ geht ursprünglich auf eine Etüde für Solo-Violine des französischen Komponisten Jean-Delphin Alard zurück (aus dem im Jahr 1848 erschienenen Opus 19, „10 Etudes Artistiques“).
Während das Originalwerk in der Edition von B. Schotts’s Söhne (Mainz, 1911) mit „Andante con espressione – poco marcato la melodia“ überschrieben ist, wird Tárregas „Estudio Brillante“ von vielen Gitarristen sehr schnell vorgetragen. In der hier vorliegenden Aufnahme bevorzuge ich jedoch ein eher zurückhaltendes Allegro moderato, da auf diese Weise die prägenden Glissandi besser zum Ausdruck kommen.
Dem heiteren, „brillanten“ Charakter des Werkes entsprechend, hier eine Aufnahme vom 3. Mai 2018 in frühlingshafter Parklandschaft…
Beim Gestalten der Phrasierung dieses technisch anspruchsvollen Werkes spiele man stets „in die Eins“, vermeide dabei jedoch eine zu starke Betonung.
Obwohl das Lautenwerk von Johann Sebastian Bach mit sieben Werken relativ überschaubar ist, nimmt es in der Welt des heutigen Gitarrenrepertoires dennoch einen überragenden Platz ein. Die Werke zählen zum „Pflichtrepertoire“ der anspruchsvollen Lauten- bzw. Gitarrenliteratur. Besonders bekannt ist die hier eingespielte Bourrée aus der Suite e-Moll (BWV 996).