Estudio Brillante

Francisco Tárregas „Estudio Brillante“ geht ursprünglich auf eine Etüde für Solo-Violine des französischen Komponisten Jean-Delphin Alard zurück (aus dem im Jahr 1848 erschienenen Opus 19, „10 Etudes Artistiques“).

Während das Originalwerk in der Edition von B. Schotts’s Söhne (Mainz, 1911) mit „Andante con espressione – poco marcato la melodia“ überschrieben ist, wird Tárregas „Estudio Brillante“ von vielen Gitarristen sehr schnell vorgetragen. In der hier vorliegenden Aufnahme bevorzuge ich jedoch ein eher zurückhaltendes Allegro moderato, da auf diese Weise die prägenden Glissandi besser zum Ausdruck kommen.

Dem heiteren, „brillanten“ Charakter des Werkes entsprechend, hier eine Aufnahme vom 3. Mai 2018 in frühlingshafter Parklandschaft…

Beim Gestalten der Phrasierung dieses technisch anspruchsvollen Werkes spiele man stets „in die Eins“, vermeide dabei jedoch eine zu starke Betonung.

Pavane Nr. 1 a-Moll aus „El Maestro“ (1536)

Das von Luis de Milán im Jahr 1536 in Valencia veröffentlichte Tabulatur- und Unterweisungsbuch „El Maestro“ gehört zu den bedeutendsten Werken der spanischen Renaissancemusik. Die hier vorgestellte Pavane Nr. 1 in a-Moll für Vihuela (aufgenommen am 16. November 2017 in Karlswerk, Brandenburg) ist auf der heutigen Konzertgitarre spieltechnisch von mittlerem Schwierigkeitsgrad, vermittelt jedoch gleichzeitig auf eindrucksvolle Weise den aristokratischen Charakter der höfischen Musik des frühen 16. Jahrhunderts.

Tipp: um dem ursprünglichen „Vihuela-Klang“ näher zu kommen, ist es interessant diese Pavane mit Kapodaster zu spielen. Im Fall dieser Aufnahme spiele ich das Stück mit dem Kapodaster im zweiten Bund.

Bourrée (BWV 996)

Obwohl das Lautenwerk von Johann Sebastian Bach mit sieben Werken relativ überschaubar ist, nimmt es in der Welt des heutigen Gitarrenrepertoires dennoch einen überragenden Platz ein. Die Werke zählen zum „Pflichtrepertoire“ der anspruchsvollen Lauten- bzw. Gitarrenliteratur. Besonders bekannt ist die hier eingespielte Bourrée aus der Suite e-Moll (BWV 996).

Alhambra

Die Tremolo-Etüde „Recuerdos de la Alhambra“ (Erinnerungen an die Alhambra in Granada/Andalusien) gehört zu den technisch anspruchsvollsten Werken der von Francisco Tárrega begründeten „neuen spanischen Gitarrenschule“.

Technisch herausfordernd ist vor allem das Tremolo der rechten Hand. Tipp: Auch wenn man die Tremolo-Technik bereits weitgehend beherrscht, ist stets  ein gründliches, „aufwärmendes“ Einspielen erforderlich, um  schließlich  eine  fließende Dynamik erreichen zu können. Beim Einspielen kommt es weniger auf die Geschwindigkeit, als vielmehr auf die Genauigkeit an. Außerdem ist es  wichtig, stets auf eine konstante Position des rechten Armes auf der Zarge zu achten.